Fragen zu Kosten.

Ist der Austausch des Zählers für mich kostenfrei?

Für den eigentlichen Austausch des Zählers gegen eine moderne Messeinrichtung bzw. ein intelligentes Messsystem entstehen keine Kosten. Es können nur vereinzelt Kosten entstehen, wenn durch einen Elektriker der Zählerplatz umgebaut werden muss. Dazu berät Sie unser Monteur vor Ort. Eventuell anfallende Kosten für einen Umbau müssen vom Anschlussnehmer (Haus- bzw. Wohnungseigentümer) getragen werden.

Was kostet mich eine moderne Messeinrichtung / ein intelligentes Messsystem?

Für den Einbau, den Betrieb und die Wartung entstehen den Messstellenbetreibern Kosten. Diese Kosten werden von den Messstellenbetreibern weiter berechnet. Bisher waren diese Kosten immer in der Stromrechnung des jeweiligen Lieferanten enthalten. Man geht derzeit davon aus, dass das bei den meisten Kunden auch zukünftig so sein wird. Allerdings kann der grundzuständige Messstellenbetreiber die Entgelte für den Messstellenbetrieb nicht frei wählen, da der Gesetzgeber sogenannte Preisobergrenzen festgelegt hat. Für eine moderne Messeinrichtung berechnet die ovag Netz GmbH – als grundzuständiger Messstellenbetreiber – 20,00 € / Jahr. Bei den intelligenten Messsystemen gibt es für die Messentgelte unterschiedliche Staffelungen. Diese sind abhängig vom jährlichen Stromverbrauch bzw. bei Erzeugungsanlagen von der installierten Leistung. Die genauen Preise finden Sie im Preisblatt des grundzuständigen Messstellenbetreibers ovag Netz GmbH.

Wer bezahlt den Stromverbrauch der neuen Messtechnik?

Die gesamte Messtechnik benötigt für ihren Betrieb ebenfalls Strom. Dieser Verbrauch wird allerdings nicht gemessen und somit den Kunden nicht berechnet. Die Stromkosten trägt der jeweilige Verteilnetzbetreiber – hier in Oberhessen also die ovag Netz GmbH.

Warum sind die Messentgelte unterschiedlich, obwohl die Messtechnik gleich ist?

Der Gesetzgeber hat unterschiedliche Preisobergrenzen, die nach der Höhe des jährlichen Stromverbrauchs gestaffelt sind, festgelegt. Dabei wird der durchschnittliche Stromverbrauch der vergangenen drei Jahre zugrunde gelegt. Die Begründung für die Festsetzung liegt in der Annahme, dass der Verbraucher durch erhöhte Transparenz zu seinem Verbrauchsverhalten auch Strom einsparen kann. Je mehr Strom ein Anschlussnutzer verbraucht, umso höher kann die Einsparung ausfallen – so lautet der Grundgedanke. Für Verbraucher mit einem mit einem größeren Jahresverbrauch gilt also eine höhere Preisobergrenze, da bei Ihnen das Einsparpotenzial ebenfalls höher ist und sie von der neuen Messtechnik noch mehr profitieren können. Diese Grundidee hat der Gesetzgeber aus der Kosten-Nutzen-Analyse von dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young, die schon im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde, übernommen.

Welcher Jahresverbrauch wird für die Berechnung der Messentgelte zugrunde gelegt?

Entscheidend für die Abrechnung der Messentgelte für die intelligenten Messsysteme ist der durchschnittliche Stromverbrauch der letzten drei Jahre. Wenn noch keine Verbrauchswerte der vergangenen drei Jahre vorliegt – z. B. bei einer Neuanlage – so werden die geringsten Messentgelte abgerechnet. Diese Entgelte beziehen sich auf einen jährlichen Stromverbrauch von bis zu 2.000 kWh und betragen 23,00 Euro. Man findet die Preise auf dem Preisblatt des Messstellenbetreibers unter optionalem Einbau gemäß § 31 Absatz 3 MsbG.

Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?

Die Messentgelte sind für Endverbraucher nicht steuerlich absetzbar. Im betrieblichen Bereich sind sie Teil der Betriebskosten wie die sonstigen Energiekosten auch.