Haushaltsgeräte.

Energiespartipps für Küchengeräte und den Haushalt.

Langfristige Anschaffungen: Die Lebensdauer von Waschmaschine, Kühlschrank, Herd und anderen elektrischen Geräten im Haushalt liegt etwa bei 15 Jahren. Daher lohnt sich beim Kauf auch der Blick auf die Energieeffizienz, denn sonst kann ein vermeintliches Preisschnäppchen langfristig durch einen hohen Energieverbrauch zum Fehlkauf werden. Insbesondere große Haushaltsgeräte wirken sich hierbei stark aus, denn etwa 50 % des Stromverbrauchs privater Haushalte werden von dieser Geräteklasse verursacht.

Kühlschrank

Energiespartipp:
Den Kühlschrank von Wärmequellen fernhalten.

Der Kühlschrank sollte von Wärme produzierenden Geräten wie z. B. dem Herd, der Heizung oder auch der Spülmaschine möglichst weit entfernt stehen, da es ansonsten zu einem Aufheizen des Kühlschrankes kommen kann. Ebenso sollte er nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Ideal ist ein kühler Ort, da der Kühlschrank so weniger Energie aufwenden muss, um die Temperatur zu senken.

Energiespartipp:
Frischluft für die Kühlschlange.

Ist die Belüftung der Kühlschlange an der Rückseite des Kühlgeräts verstopft, erhöht sich der Energieverbrauch um bis zu 10 %, da die Abwärme nicht entweichen kann. Deshalb gilt - vor allem für Einbauküchen - der Grundsatz: Sorgen Sie durch Abstand zur Wand für eine gute Belüftung von Kühl- und Gefriergeräten und halten Sie das Lüftungsgitter staubfrei.

Energiespartipp:
Kühlschrank nicht zu kalt einstellen.

7 C° Innentemperatur ist für Kühlschränke in der Regel genug. Gegenüber einer Temperatur von z. B. 5 C° sparen Sie immerhin 12 % Energie. Beim Kauf eines neuen Kühlschranks sollten Sie auf die Energieeffizienz-Klasse achten: Besonders sparsame Geräte sind mit der Energieeffizienz-Klasse A++ oder A+++ ausgezeichnet.

Energiespartipp:
3-Sterne-Fach nur für Gefrorenes.

Benutzen Sie zum Einfrieren immer Gefrierschrank oder -truhe statt des Drei-Sterne-Fachs im Kühlschrank. Das Drei-Sterne-Fach ist nur zur Lagerhaltung von bereits gefrorenen Lebensmitteln geeignet. Gefrierschränke sollten übrigens ganzjährig immer zu Zweidritteln gefüllt sein und mindestens einmal im Jahr sollte der Gefrierschrank abgetaut und gereinigt werden. Jeder Millimeter Reif erhöht den Energieverbrauch.

Energiespartipp:
Überfüllen Sie ihren Kühlschrank nicht.

Den Kühlschrank zu überfüllen sollte man vermeiden, da dadurch mehr Energie für die Kühlung verwendet wird. Es gilt grundsätzlich: Je voller der Kühlschrank, desto mehr Energie wird für die Kühlung aufgewendet. Achten Sie außerdem darauf, dass ausschließlich gut verpackte und abgekühlte Speisen eingefroren werden. Speisen, die warm in den Kühlschrank gestellt werden, erhöhen sofort die Innentemperatur - das Gerät muss nachkühlen. Stellen Sie deshalb nur abgedeckte und abgekühlte Speisen in den Kühlschrank. Aber auch ungenutzter Raum verbraucht Energie für unnötige Kühlung. Deshalb sollte die Größe eines Geräts dem Bedarf entsprechen.

Gefrierschrank

Energiespartipp:
Gefrierschrank - Effizienz zahlt sich aus.

Aufgrund technischer Verbesserungen konnte der Stromverbrauch von Gefriergeräten in den vergangenen 20 Jahren deutlich gesenkt werden. Jedoch stehen in vielen Haushalten noch Geräte, die einen überhöhten Stromverbrauch haben. Wer sich für einen neuen Gefrier- oder Kühlschrank entscheidet, sollte besonders achtsam sein, da viele billige Geräte nur eine dünne Dämmschicht haben und damit, im Gegensatz zu teureren Geräten, mehr Strom verbrauchen. Das vermeintliche Schnäppchen kann also auf lange Sicht ein teurer Fehlgriff werden. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Effizienzklassen und entscheiden Sie sich für besonders energiesparende Geräte. Diese sind mit A++ oder A+++ gekennzeichnet.

Energiespartipp:
Kälteverlust beim Gefrierschrank vermeiden.

Kaum ein Haushalt kann heutzutage ohne einen Gefrierschrank auskommen. Mit etwas Achtsamkeit lässt sich der Stromverbrauch des Geräts spielend reduzieren. Grundsätzlich gilt, dass der Gefrierschrank nur kurz geöffnet werden soll um den Temperaturanstieg zu minimieren. So wird weniger Energie benötigt um auf die eigentliche Kühltemperatur zurück zu kommen.

E-Herd

Energiespartipp:
Halten Sie beim Kochen den Deckel drauf.

Verwenden Sie für lang kochende Gerichte am besten einen Schnellkochtopf. Der spart nicht nur bis zu 50 % Zeit, sondern auch bis zu 30 % Energie. Achten Sie dabei auf die Dampfentwicklung: Viel Dampf ist ein Zeichen für zu viel Hitze! Herkömmliche Töpfe sollten immer mit geschlossenem Deckel benutzt werden. Bei gekipptem Deckel verbrauchen Sie doppelt so viel Energie, ohne Deckel sogar dreimal mehr! Und: Immer die kleinstmögliche Stufe wählen!

Energiespartipp:
Passende Töpfe sparen Energie.

Ist der Topf kleiner als die Herdplatte, steigt der Energieverbrauch um 20 bis 30 %. Dabei genügt schon 1 bis 2 Zentimeter Unterschied im Durchmesser. Auch Töpfe mit unebenem Boden verschwenden Energie, z. B. durch eine längere Kochzeit. Und: Kochen mit Erdgas ist effizienter als mit Strom. Herdplatten können Sie schon ausschalten, bevor das Essen ganz fertig ist und nachheizen lassen. Das funktioniert allerdings bei Induktions- und Gasherden nicht, da es hier keine Restwärme gibt.

Backofen

Energiespartipp:
Richtig backen.

Backöfen verbrauchen viel Strom. Das in vielen Rezepten empfohlene Vorheizen ist meistens unnötig und kostet zusätzliche Energie. Schieben Sie stattdessen das kalte Essen in den Ofen und schalten ihn dann an. Bereits 10 Minuten vor dem Backende kann man den Backofen ausschalten. Sofern der Backofen nicht ständig geöffnet wird, reicht die Restwärme aus.

Energiespartipp:
Effizient mit Umluft backen.

Backen mit Umluft ist effizienter als mit Ober- und Unterhitze, denn Umluft braucht 20 bis 30 C° weniger Temperatur. Und wenn Sie mehr backen wollen, dann nutzen Sie den Umluftbetrieb Ihres Backofens auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

Mikrowelle

Energiespartipp:
Bei Mikrowellen kommt es auf die Menge an.

Mikrowellen können energiesparender als der Elektroherd sein. Beim Kochen auf dem E-Herd ist die Kochzeit von der Menge weitgehend unabhängig. In der Mikrowelle dagegen ist die Zeit fürs Garen direkt von der Menge abhängig. Die doppelte Menge benötigt auch ungefähr die doppelte Zeit und Energie. Der Energieverbrauch der Mikrowelle ist ähnlich dem einer Kochplatte. Bei größeren Mengen rentiert es sich deshalb auf der Kochplatte zu kochen.

Kaffee- und Espressomaschine

Energiespartipp:
Sparen mit der guten alten Kaffeemaschine.

Kaffeemaschinen benötigen gewöhnlich nicht viel Strom, da sie das Wasser nur kurzzeitig beim Brühen auf 90 C° erhitzen. Wenn Sie den Kaffee in einer Thermoskanne aufbewahren statt auf der Warmhalteplatte, so haben Sie eine sparsame und komfortable Variante gewählt. Kaffeevollautomaten hingegen verbrauchen deutlich mehr Strom, da das Wasser in der Regel bis zum nächsten Gebrauch warm gehalten wird.

Toaster

Energiespartipp:
Gleichzeitig Toasten.

Die meisten Toaster sind zum Toasten von 2 Toastbroten ausgelegt. Diese sollten möglichst immer beide genutzt werden da beim Toasten von einem oder zwei Broten die gleiche Energie verbrauchen. Aufbacken von Brötchen auf dem Toaster statt im Backofen spart ganz erheblich Energie ein.

Wasserkocher

Energiespartipp:
Effizienteres Wasserkochen.

Ein Wasserkocher erhitzt Wasser sparsamer und schneller als der Elektroherd. Allerdings sollte er regelmäßig entkalkt werden. So muss nicht unnötig Wärmeenergie zum Durchdringen der Kalkschicht aufgewendet werden. Erhitzen Sie immer nur so viel Wasser wie tatsächlich benötigt wird und achten Sie darauf, dass der Wasserkocher die Füllmarke nicht über- oder unterschreitet.

Spülmaschine

Energiespartipp:
Nutzen Sie das passende Programm für Ihre Spülmaschine.

Um Energie zu sparen, sollten Sie Vorspülprogramme für leicht verschmutztes Geschirr vermeiden und immer das passende Programm aus dem Menü der Spülmaschine auswählen. So kann bis zu 30 % Strom eingespart werden. Wird bei leicht verschmutztem Geschirr die Wassertemperatur von 65 C° auf 50 C° reduziert, kann bis zu 25 % Energie eingespart werden. Schalten Sie außerdem nur volle Spülmaschinen ein, damit die Füllkapazität ausgenutzt wird. Energie- und Wasserverbrauch einer halbvollen Spülmaschine ist bei herkömmlichen Geräten fast gleich hoch wie bei einer vollen Spülmaschine. Es gibt allerdings auch moderne Geräte mit Beladungserkennung.

Waschmaschine

Energiespartipp:
So viel wie möglich in die Waschmaschine.

Nutzen Sie den Trommelinhalt Ihrer Waschmaschine voll aus. Damit erreichen Sie den optimalen Nutzungsgrad Ihrer Waschmaschine. Wenn es doch mal weniger sein muss wählen Sie das Sparprogramm. Damit ist heute jede moderne Waschmaschine ausgestattet. Die Textilien sind heute pflegeleichter und die Waschmittel besser. Das heißt: auf Vor- und/oder Kochwäsche können Sie in der Regel verzichten.

Trockner

Energiespartipp:
Trockner immer voll ausnutzen.

Wäschetrockner benötigen viel Energie, nutzen Sie deshalb die Kapazität immer voll aus. Bei zeitgesteuerten Trocknern sollten Sie zwischendurch die Wäsche überprüfen, damit das Gerät nicht zu lange läuft. Reinigen Sie zudem nach jedem Trockengang das Flusensieb. Eine energiesparende Alternative zu Elektro-Wäschetrocknern ist der Gas-Wäschetrockner. Noch sparsamer ist ein Wäschetrockner mit Wärmepumpen-Technik.

Energiespartipp:
Wäscheleine statt Wäschetrockner.

Bevor Sie die Wäsche in den Trockner geben, sollten Sie die Wäsche in der Waschmaschine hochtourig schleudern (mit mindestens 1400 U/Min.), um der Wäsche möglichst viel Wasser zu entziehen. Wenn es möglich ist, kann ganz auf den Wäschetrockner verzichtet werden. Wäsche lässt sich auch im Garten oder auf dem Speicher trocknen.

Energiespartipp:
Den Luftfilter befreien.

Reinigen Sie nach dem Trocknen der Wäsche den Luftfilter. Ein verschmutzter Luftfilter kostet unnötig Energie. Sowohl beim Ablufttrockner als auch beim Kondensationstrockner ist eine gute Raumbelüftung notwendig, um den Trockenvorgang zu unterstützen und damit Energie einzusparen.

Bügeleisen

Energiespartipp:
Bereiten Sie die Wäsche für das Bügeln vor.

Sortieren Sie Ihre Wäsche vor dem Bügeln nach der Bügeltemperatur. Wäsche mit der niedrigsten Bügeltemperatur sollte zuerst gebügelt werden, da das Bügeleisen erst nach einer gewissen Zeit die optimale Temperatur erreicht hat. Zuletzt zu bügelnde Wäsche kann bei ausgeschaltetem Eisen gebügelt werden, da die gespeicherte Resttemperatur meist ausreicht. Bügeln Sie Ihre Wäsche bügelfeucht. Trockene Wäsche zu bügeln kostet wesentlich mehr Zeit und Energie.

Staubsauger

Energiespartipp:
Achten Sie auf die Staubsaugerleistung.

Bei der Neuanschaffung eines Staubsaugers sollten Sie sich für ein Modell entscheiden, bei dem die Saugleistung im Bereich von 800-1200 Watt regulierbar ist. In der Werbung häufig beworbene Staubsauger mit einer Leistung um 2000 Watt sind für den normalen Haushalt überdimensioniert und in seltensten Fällen notwendig. Das rechtzeitige Wechseln des Staubsaugerbeutels ist wichtig, denn ein überfüllter Beutel reduziert die Saugleistung. In Folge dessen steigt der Stromverbrauch.